Sag’ nicht Gaugau zu ihm!

„Xochitto“ von Zotter: Espresso-Wannabe aus der Drogengegend

Als Inspiration dienen die Inkas, Mayas und Azteken. Im Gebiet des heutigen Mexiko, Guatemala und Honduras liegt der Ursprung des Kakaos. Schon im 4. Jahrhundert nach Christus wurde er dort angebaut. Aus gemahlenen Kakaobohnen, mit Chili, Vanille und Honig gewürzt, bereiteten die Ureinwohner den wahrhaften Powerdrink „Xocolatl“ zu. Man stellt sich vor, wie die Entdecker dieses Getränks die berösteten Bohnen auf einer Steinplatte zermahlen. Ihr „flüssiges Gold“ basierte auf Wasser mit Kakaopulver, nicht mit Milch.Von der Idee her sollte der „Xocitto“ von Zotter sich darauf beziehen und wie ein Espresso funktionieren, mit heißem Wasser cremig aufgeschäumt. Seit Herbst 2016 ist er im Trinkschokoladen-Sortiment, hergestellt aus einem Kakao-Blend aus der Region San Martín. Diese gefährliche Drogengegend liegt im Norden Perus.Josef Zotter und seine Tochter waren mit bewaffneten Chauffeuren unterwegs zu ihrer Partner-Kooperative Acopagro. Der Bio-Kakao setzt sich gegen Koka durch, schreibt der Schokoladier in seinem Blogeintrag über die Reise.

Mit dem Zusatz „Schoko-Espresso“ will er seine Variante von den anderen Trinkschokoladen abgrenzen. Sie werden ja üblicherweise mit Milch oder einem veganen Drink zubereitet. Das klappt mit dem Xocitto zwar prinzipiell auch, aber Zotter empfiehlt ausdrücklich die Zubereitung als „Smoothie“. Dafür kocht man circa 100 mm in einem kleinen Topf auf, schickt die Tafel auf Tauchgang und durchmixt ordentlich mit einem Stabmixer. Das Getränkt wird ungeahnt schaumig, ohne dass Milch dabei ist (und auch kein Milchpulver, nur Kakaomasse und Johannisbrotkernmehl als Verdickungsmittel).Wenn man will, kann man dann immer noch mit Milch verlängern oder mit Zucker süßen.

(erschienen im Falter 7/18 vom 14.2.2018)

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