„Jeder sey auf seine Art ein Grieche! Aber er sey’s.“

Die Mutter Österreicherin, der Vater Grieche, geboren und aufgewachsen in Schweden, studiert in den USA und nun in Berlin und Stockholm lebend. Der Schriftsteller Aris Fioretos wird oft als Parade-Europäer bezeichnet, was immer das auch sein mag. Vordergründig ist er ein kluger Mensch , den man deshalb zum Gespräch über seine Lebensorte trifft. Über Griechenland,…

Grenzdebatte: Grenzen sind nicht mehr was sie einmal waren. Und ich sage jetzt mal, das ist gut so.

Landkarten sind mittlerweile Bilder geworden, die aus Gewohnheit an der Wand hängen oder als Schulatlas im Bücherregal stehen. Gleichzeitig kennen wir alle dieses Zeitraffer-Video der Grenzen Europas, die nach allen Windrichtungen mäandern. Robert Menasse schrieb einmal von einem engmaschigen Netz, das fast schon einer geschlossenen Fläche gleichkommt, würde man auf einer Europakarte alle politischen Grenzen,…

Das war Pop

Wir können jetzt mit Pop alt werden. Dass man das nicht nur gut finden muss, hat Paul Divjak in einem Buch festgehalten Am Gegenufer der Hochkultur verpflanzt Paul Divjak fiktive Timeline-Sätze in einen popkulturellen Setzkasten. Jedes Facherl zeigt eine Klischee-Figur: die Drama Queen, die Party People, Poser und der Fotofuzzi mit Minderwertigkeitskomplex. You name it. Textfragment…

Schmutztitel, Nackenbeißer, Hurenkinder

Das Jägerlatein der Buchdrucker klingt überraschend griffig. Das Nachschlagewerk zur Büchersammelwut „Bibliomania“ erscheint am 22.3.2014, dem Indiebookday. „Bibliomania – Es lebe das Buch“ heißt das Buch, das Begriffe wie Schmutztitel oder Hurenkinder aus der schwarzen Kunst, sowie Historisches zur Erfindung des Papiers oder zu den »Zwanzig Methoden, eine Bibliothek zu ordnen«, verdichtet – mit zig…

Betulichkeit und Tuning

Die Pflege kultureller Traditionen ist im kulturgeschichtsträchtigen Luftkurort Reichenau an der Rax seit jeher ein wichtiges Thema. Nicht nur in Zeiten der Sommerfrische. Seit sieben Jahren wird in der Reichenauer Schlossgärtnerei zudem auch die literarische Salonkultur gepflegt: mit dem Wartholzer Literaturwettbewerb. Mitte Februar ziehen sich vier Juroren, zwölf Autoren und interessiertes Publikum in den literarischen…

In alten Theaterstücken hieß es im Drehbuch „Darkness falls“ zwischen den Szenen.

Anmutig wie Schneeweißchen und Rosenrot wirkt das Dream-Pop-Zweiergespann. Die dänische Melancholie haben sie ins Herz geschrieben und in Töne umgewandelt. Juliane Fischer hat an einem frühwinterlichen Novembertag das Duo auf einen Kaffee in ihrem Kopenhagener Studio besucht. Wohnt ihr schon immer hier in Kopenhagen, oder seid ihr in die Stadt gezogen? Josephine: Wir sind von…

Lucky Bastards of Young Rebels

„Young Rebel Set + Bier = Horrorinterview“ – unter diesem Titel finde ich im Internet eine Leidensgenossin, die ebenso wie ich das Vergnügen hatte, mit Young Rebel Set ein Interview zu führen. Es gibt für alles ein erstes Mal. Auch für das schlimmste Interview im Leben einer Journalistin, meinte jene Schweizerin. In meinem Fall trafen…

Nietzsche als Blogger

Die Geburt der Interaktivität aus dem Geiste der Rezeptionsästhetik – Vom Nutzen und Nachteil der virtuellen Welt als Leerstelle. Autor – Text – Leser. Um dieses Grundgerüst dreht, wendet und windet sich die Literatur : Theorie. Die Dosis der einzelnen Konstanten ändert sich dabei im Wandel der Zeit. Unterschiedliche Methoden fokussieren einen dieser Teilbereiche mehr…

Anthony McCarten: „Im Schlachthaus zu arbeiten war der begehrteste Ferialjob“

Der Neuseeländische Autor Anthony McCarten verschuf sich mit seinem Theaterstück „Ladie´s Night“ erstmals deutlich international Gehör. Zwölf Theaterstücke, mehrere Drehbücher, einen Gedichtband, Kurzgeschichten und fünf Romane später, arbeitet er jetzt an einem Schnitzler-Musical für die Vereinigten Bühnen Wien. Das Gespräch spannte sich via E-mail quer über die Weltkugel und vom Neuseeländischen Schlachthaus bis zur Wiener…

My heart belongs to Cecilia Winter: „Die Schweiz ist eine Mischung aus Disneyland, Wallstreet und Bauerndorf“

Es ist Halloweenabend im Wiener Haus der Musik, eine Schweizer Band bespielt im Rahmen ihres Österreich-Debüts den Veranstaltungssaal. Die Stimmung ist gruselig prickelnd, was durch das sitzende Publikum verstärkt wird. Warum der Saal bestuhlt ist, weiß keiner, am Ende pfeift aber auch jeder drauf. Das war kein herkömmliches Konzert, das war ein Entwicklungsroman aus der…